BISHER:
 

 

 

  05.02.2008
TRANSIT #40 - "Tschüss"
In Hamburg sagt man Tschüss – aber nur, wenn man geht. Und gehen soll man, wenn’s am schönsten ist. Ergo macht TRANSIT seinem Namen Ehre und verabschiedet sich stilvoll mit einer großen Abschiedssause aus der Hamburger Literaturszene. Nach 40 bunten, stark besuchten, literarisch anspruchsvollen und unterhaltsamen Veranstaltungen ist Schluss. Einfach so.
40 unvergessene Abende sind bald Geschichte, dafür sagen wir danke, Cherie. Doch niemand muss traurig sein, das Leben geht weiter. Nicht nur, dass die beiden veranstaltenden Verlage, Minimal Trash Art (10jähriges Jubiläum 2008!) und mairisch Verlag, bereits eifrig an neuen Büchern arbeiten. Nein, vor allem gibt’s ja noch die vielen anderen Veranstaltungsreihen, die Farbe in die literarische Welt bringen. Fünf von ihnen möchten wir exemplarisch Respekt erweisen und haben je einen der Schriftsteller/Veranstalter eingeladen, seinen allerbesten Text vorzutragen und die Vorteile seiner Reihe auf den Punkt zu bringen. Es sind dies:
Michael Weins von u.a. der Schischischo (www.schischischo.de)
Benjamin Maack vom MachtClub (www.macht-ev.de)
Birgit Utz vom Forum Hamburger Autoren (u.a. Jahreslesungen; www.forumlit.de)
Gunter Gerlach vom Literatur Quickie (www.literatur-quickie.de)
Isabel Bogdan von Kaffee.Satz.Lesen (www.redereihamburg.de)
Als Spezialgast wird Stefan Boskamp, Mitveranstalter und Minimal Trash Art-Urgestein, noch ein letztes Mal für TRANSIT in den Ring steigen.
 
  01.01.2008
TRANSIT #39 - "Schönes Altes!"

Am 1. Januar 2008 bleiben alle zu Hause - wir auch.
TRANSIT #39 findet online statt - hier auf der Webseite: hier klicken.
 
  04.12.2007
TRANSIT #38 - "Himmelskörper"
Der große (Einkaufs-)Wagen gibt wieder mal die Richtung vor, es geht direktemang in den "13tenShop"! Dort, in einem Einkaufszentrum, hielten sich die Astronauten Kolja Mensing und Florian Thalhofer über 30 Tage lang auf und machten anschließend ihre Erlebnisse in einer spektakulären Veröffentlichung öffentlich zugänglich: "13terShop", ein Buch samt DVD und Musik von Jim Avignon, soeben frisch im mairisch Verlag erschienen. Mensing und Thalhofer stellen ihr Projekt live bei TRANSIT vor und zeigen Filmsequenzen, bei denen das Publikum mit Laserpointern den Verlauf mitbestimmen kann! Und dann fuchteln dutzende Zuschauer mit Lichtschwertern im lichtleeren Raum herum ...
Doch bis es soweit kommt, geht Robin Thiesmeyer vor der Pause der Frage nach, ob Hasenkörper in den Himmel kommen. Sein Text "Die Hasenfarm" ist ein surrealer Blick auf die industrielle Herstellung von Hasenbraten. Desweiteren gibt die sowieso himmlische Friederike Trudzinski neueste Textproben zum Besten. Musikalisch begleitet wird diese Veranstaltung einem traurigen Mond namens Sad Moon.
 
  06.11.2007
TRANSIT #37 - "Räuber"
Im November ist es um 21 Uhr draußen schon dunkel und auch der Saal im Kulturhaus III&70 wird nur schummrig von flackrigen Öllampen erleuchtet. Fast fürchtet man sich. Und drängt sich aneinandergeschmiegt um das imaginäre Lagerfeuer, um bei TRANSIT gemeinsam den Geschichtenerzählern zuzuhören.
Als erster erhebt Finn-Ole Heinrich seine beruhigende Stimme und liest aus seinem brandneuen Roman „Räuberhände“: Janiks und Samuels intensive Freundschaft wird durch ein einschneidendes Erlebnis auf eine harte Probe gestellt. Alles, was sie bisher verbunden hat, scheint durch wenige Minuten in Frage gestellt zu sein. Eine Reise nach Istanbul soll Abhilfe schaffen. Und diese Reise schmerzt, sie berührt und bleibt bis zum letzten Satz spannend.
Die folgenden Mia Frimmer und Andreas Stichmann liefern in ihren Texten skurrile Detailbeobachtungen und schräge Protagonisten en masse. Ihre lustigen und eingängigen Texte sind zum Durchatmen, zum gemeinsam-an-die-Hände-fassen. Denn mit Heiko Spilker wird es wieder düster, seine gespaltene Seele aus Schreiberling und Physiker fasst menschliche Abgründe und wissenschaftliche Phänomene in schöne, gefällige Worte.
Den Rest erledigt Niko Kratzer ("klein") mit seiner Musik. Doch irgendwann ist alles vorbei, die Geschichten und Lieder verklingen und niemandem ist Böses widerfahren. Puh!
 
  02.10.2007
TRANSIT #36 - "Wiederauferstehung"
TRANSIT ist wieder da! Und wieder einmal ist TRANSIT seiner Zeit um Stunden voraus: Bereits am Vorabend der Wiedervereinigungfestivitäten feiert TRANSIT Wiederauferstehung von seinem monatelangen Sommerschlaf. Zum Einstieg in die neue Lesesaison gibt es vier literarische Wachmacher par Excellence. Eröffnen wird Tilman Rammstedt, „der Erzähler einer neuen Zeit“, wie die Welt am Sonntag konstatiert. Auch Elke Heidenreich ist begeistert: „Ein junger Autor, den ich sehr schätze, der gerade sein zweites Buch geschrieben hat, und ich freue mir ein Bein ab, dass es so gut ist wie das erste.“ Jens Clasen, bekannt für seine Live-Am-Laptop-Literatur-Abende („Clubschreiber“), wirft ein Kapitel aus seinem neuen Roman „Draußen auf dem Balkon“ in den Raum. Nach der Pause ruft Anne von Vaszary „Rock mich!“ (Roman, MDV) und flüstert ihren rasanten Text von einem schnellen, bedenkenlosen Leben und von der brutalen Heftigkeit des Erwachsenwerdens ins Mikrofon. Matthias Politycki hat sein neues Buch im Gepäck, das „gut geschrieben, scharf gemeint und politisch herrlich inkorrekt“ ist, wie die Neue Zürcher Zeitung lobt. Stilistisch stets auf höchstem Niveau, voller leidenschaftlichem Ernst und luzider Bissigkeit werden darin u.a. die Hamburger Mundart, der Kiez und solche Dinge ... seziert! Aber auch Literaturbanausen kommen auf ihre Kosten: Der mittlerweile renovierte Große Saal im 2. Stock des Kulturhauses 73 mit seinen bis zum Boden reichenden Fenstern ist ideal für ein gemütliches Feierabendbier. Und dann schön mit DJ Schwarz-Rot-Bold den Abend genießen und in den Feiertag hineinfeiern!
 
  03.04.2007
TRANSIT #35 - "Raus jetzt"
3 neue Bücher. 3 Hamburger AutorInnen. 2 Hamburger Verlage. 1 Hamburger Lesereihe.
TRANSIT verabschiedet sich mit drei Paukenschlägen in die (etwas verfrühte) Sommerpause: Am 3. April werden Benjamin Maack, Birgit Utz und Michael Weins ihre frisch herausgekommenen Bücher live auf der Lesebühne vorstellen. Die Bücher von Maack und Utz erscheinen bei Minimal Trash Art, das von Weins beim mairisch Verlag. Damit legen die beiden Verlage Rechenschaft ab, wie sie die 2006 von der Kulturbehörde vergebenen Verlagsprämien für "besonders ambitionierte Programme" angelegt haben: Utz: Weggefahren. Weins: Krill. Maack: Die Welt ist ein Parkplatz und endet vor Disneyland. Und zwischen den druckfrischen Texte wird der famose Nils Koppruch (FINK) einige Lieder mit seiner Gitarre spielen. Das wird ein toller Abend!
 
  06.03.2007
TRANSIT #34 - "Auf Abwegen"
Im März wandelt die aus Funk und Fernsehen bekannte Lesereihe TRANSIT „Auf Abwegen“. Vier durchaus unterschiedliche AutorInnen werden sich in aller Ruhe darüber auslassen, was es heißt, das Idealtypische nicht zu leben. Sigrid Behrens widmet sich einem nächtlichen Häuserblock in der Großstadt und erzählt z.B. von Karl, der an seine verlorene Liebe denkt und von Helene, die schlaflos neben ihrem Mann liegt und ihr Leben an sich vorbeiziehen lässt.
Auch der Protagonist in Jan Böttchers Text heißt Karl. Karl ist 21 und vorbestraft, weil er seine eigene Mutter an ihrem Sparkassenschalter überfallen hat. Was für ein Typ! Der Text aber wird auf der Rowohlt-Homepage als funkig, melancholisch, skurril-charmant, humorvoll, hintergründig und voller origineller Ideen beschrieben. Ja, liebe Konformisten, sind Außenseiter wirklich so?
Mek Wito
veröffentlicht keine Bücher, er veröffentlicht Texte im Internet, in seinem Blog. Er erzählt eine wunderschön traurige Geschichte über eine ernbeziehung und Sex an regnerischen Wochenenden.
Um Beziehungen geht es auch Anna Czypionka: Zwei andersweitig liierte Personen helfen bei einem Umzug und fahren Umwege, um länger miteinander im Auto bleiben zu können. Gekonnt spielt die Autorin mit Entfernung, Entfremdung und Annäherung auf engstem Raum.
Musikalisch übermalt wird die Veranstaltung durch Gitarren-Lieder des aus Funk und Fernsehen beliebten Sängers Jan Böttcher („Herr Nilsson“).
 
  06.02.2007
TRANSIT #33 - "Aufschwung"
Aufschwung! Es geht voran! Passend zur allseits bejubelten wirtschaftlichen fast-Genesung des Landes werden auch bei TRANSIT keine Atempausen gemacht. Stattdessen werden Geschichten vorgelesen von Leuten, die ein Lied davon singen können, wie leicht man trotz erheblicher Rechenschwäche ein Financial Controller in einem deutschen Konzern werden kann. Einer dieser Leute ist Maximilian „Merlix“ Buddenbohm.
Der nächste auf der Bühne, Matias Grzegorczyk, hat sich nicht nur als Schriftsteller mit gleich mehreren Thematiken der Gegenwart auseinandergesetzt. Er kennt vor allem auch die dreckige Seite der Wortsetzer, und zwar die als Werbetexter in verschiedenen Agenturen in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg. Das prägt die Kreativität!
Von einem globalen Horizont wurde die Kreativität von Katharina Bendixen geprägt. Die aus Leipzig stammende Reisende verbrachte ihre Kindheit in Laos. Später führten sie Studienaufenthalte gar nach Argentinien, Mexiko und in die Mongolei. Reste dieser vom Aufschwung verschonten Länder finden sich, wenn auch manchmal nur hintergründig, in vielen ihrer Texte.
Und ihre Namenskusine Katharina? Die trägt den schwarz-rot-goldenen Adler vielleicht nicht im Herzen, aber ungelogen im Namen. Was der Vogel mit Aufschwung zu tun hat? Weiß man’s ...
 
  02.01.2007
TRANSIT #32 - "Heute Hui"
TRANSIT präsentiert die wohl allererste Literaturveranstaltung des Jahres: Heute Hui am 2. Januar 2007!
Die drei Damen und der eine Herr des Abends werden alles dransetzen, den Zuhörern nach den huschigen Sylvesterfeierlichkeiten eine richtungsweisende Ladung Kultur zu verpassen.
Die sicherlich vielen noch unbekannte Jasmin Ramadan beschreibt in ihrer Kurzgeschichte den Tag, an dem die alte Frau Dusenberg aus der Enge ihrer eingefahrenen Ehe ausbricht, während Linn Schmidt die glückliche Rückkehr eines Mannes zu seiner Geliebten preist. Nach der Pause betritt Günter Merlau mit einem CD-Spieler bewaffnet die Bühne und feuert gefährliche Passagen seines neuesten Hörspiels ab: Merlau gibt live den Killer Caine. Seine Feinde und Hintergrundgeräusche erscheinen auf Knopfdruck. Mit ihren beliebten kurios-witzigen Erzählungen wird Ina Bruchlos den Abend beschließen und schlussendlich dem DJ-Phantom Robis/Pierre das Feld überlassen. Und der ganze Abend war so toll, dass es kein Morgen gibt.
 
  05.12.2006
TRANSIT #31 - "December Tapes"
December Tapes – das sind zehn kurze & famose Prosatexte aus Hellmuth Opitz’ aktuellem Gedichtband "Die Sekunden vor Augenaufschlag". Damit ist der Bielefelder der erste titelgebende Gast in der TRANSIT-Historie. Zum Dank dafür lässt er neben den Tapes auch explizit Hamburger Liebesgedichte an ihrem geliebten Ursprungsort frei.
Und ob es nun am 5. Dezember an diesem Ort schneit oder ob der „Schneehase“ ein kalter Wunsch bleibt – Anja Frisch trägt von der Witterung unbeeindruckt aus ihrem Roman vor. Sie berichtet aus der Kriegszone Familie und lässt ihre Helden kühl, fast frostig blicken auf die Welt blicken.
Auch die Texte von Cornelia Travnicek sind in einer kalten Dezembernacht gut aufgehoben. Die erst 19jährige Österreicherin thematisiert die dunklen Seiten des Lebens.
Ein Gegenpol dazu bildet Nora Gomringer, deren "Sprechtexte" bildmächtige Kleinode voller Witz und Lakonie verheißen. Mit großer sprachlicher Vielfalt verwandelt sie ihren Auftritt in gelebte Literatur, in ein Erlebnis. Sie erzählt vom Fragenstellen und Gedankenmachen, vom Lieben und Zerzaust-Sein, vom Loslassen und Aufbrausen.
Aufbrausen, das ist auch das Stichwort für DJ Helge, der danach einlegt: seine December Tapes.
 
  07.11.2006
TRANSIT #30 - "Drücker und Spieler"
Gesittete Abendunterhaltung und volle Dröhnung: vorgelesene Literatur, an die Wand geworfene Bilder, aus Boxen schallende Hörspiele und schlussendlich modernste Tanzmusik vom Plattenteller.
Der Abend beginnt ganz vorsichtig mit den druckvollen Kurzgeschichten des Heidelbergers Florian Kessler und des Hamburgers Stefan Boskamp. Doch dann wird es heftig: Rabea Edel präsentiert Ausschnitte ihres Romandebüts "Das Wasser, in dem wir schlafen", in dem zwei Schwestern zu erbitterten Rivalinnen werden. Sie kämpfen um alles, ohne Rücksicht und ohne nachzugeben – um Frisuren, Schulnoten, den Nachbarn und darum, wer wie lange tauchen kann. Als die Schwestern dann aber bei demselben Mann herausfinden wollen, was Liebe ist, wird aus dem Spiel bitterer Ernst, und beide treiben unaufhaltsam auf einen Abgrund zu.
Kaum, dass die Spannung abgeklungen ist, werden die Play-Schalter von CD-Spieler und Beamer gedrückt und der audiovisuelle Höhepunkt des Abends beginnt: Exklusiv für TRANSIT hat der Fotograf Jan Deichner zwei 3-minütige Hörspiele der brandneuen "pressplay"-CD mit seinen Werken bebildert! Und dann kommt ja noch DJ Helge ...
 
  03.10.2006
TRANSIT #29 - "Norden"
Ahoi! TRANSIT ist wieder da! Endlich geht es mit der Lesereihe regelmäßig an einem festen Ort weiter – im neuen Kulturhaus III&70 am Schulterblatt 73. Und das liegt ein paar Hundert Meter im Norden der alten Spielstätte, der seligen Schilleroper. Auch die Autoren kommen in den Norden, von Leipzig, Olpe, wieder Leipzig, nur einer, der kommt aus dem Norden, aus Hoheluft-West. Und was lehrt uns das? Ein TRANSIT-Motto muss gar nichts mit Literatur zu tun haben.
Literarisch hat es der Abend aber in sich, neben Thomas Pletzinger, Stevan Paul und der 18-jährigen Debütantin Vera Klocke darf man vor allem auf Saša Stanišic gespannt sein, schaffte es sein Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ doch soeben auf die Auswahlliste zum Deutschen Buchpreis 2006! Die Verleihung findet am 2. Oktober statt und so hofft TRANSIT, einen Tag später einen Sieger im Schanzenviertel begrüßen zu dürfen!
Als visuelles Highlight gibt’s den Kurzfilm „The Day Winston Ngakambe came to Kiel“ (D 2003, Jasper Ahrens): Der afrikanische König Winston Ngakambe kommt in den Norden, nach Kiel, um die "Wilden", die Kieler, zu bekehren. Das ist zwar etwas über das Ziel hinausgeschossen, aber absolut sehenswert. Aloha!
   

[Fotos von TRANSIT #29]
   
     
  06.06.2006
TRANZYT #28
(im Rahmen der literatur altonale 2006)
Dzien dobry! TRANSIT ist wieder da! Bevor es mit der Lesereihe im Herbst regelmäßig an einem festen Ort weitergeht, nutzt TRANSIT den Sommer zur Überbrückung und zum Brückenschlag nach Polen. Anlass dieser deutsch-polnischen Umarmung ist die literatur altonale, die in diesem Jahr mit einem Polen-Schwerpunkt aufwartet und TRANSIT ins ehemalige Karstadt-Kaufhaus in die Große Bergstraße 172 nach Altona eingeladen hat. Auf dem gemeinsamen Transit in östliche Literaturgefilde lesen Dorota Maslowska, Wojciech Kuczok, Artur Becker und Michael Weins meist brandneue Texte. Die Übersetzung der polnischen Texte besorgte Magdalena Ziomek-Beims, die Übersetzungen liest Katja Danowski – außer die von Michael Weins, der schreibt und liest in Deutsch. Weins ist zwar kein Pole, hat aber immerhin zwei Jahre in Polen gelebt und u.a. im Sommer bei einem Bootsverleih gejobbt.
Als visuelles Highlight werden Kurzfilme polnischer Filmemacher aus dem Archiv der Kurzfilm Agentur Hamburg e.V. gezeigt.
 
  07.03.2006
TRANSIT #27: "WIEDERsehen"
So. Das große Finale steht bevor**! TRANSIT sagt nach knapp 3 Jahren und 27 Veranstaltungen in der Schilleroper auf WIEDERsehen. Und wie immer stehen die Künstler im Vordergrund, dieses Mal sind es zwei Autorinnen, zwei Autoren und vier Musikanten. Die Show wird nur durch sie, was sie wird. Was das genau am 7. März sein könnte, wissen wir nicht. Bei der allerletzten TRANSIT-Veranstaltung gibt es keinen Überbau, keinen roten Faden, keinen Masterplan. Nur Literatur und Musik. Und Unterhaltung. Also: kommt und seht. Und das sind die Stars des letzten TRANSIT-Abends:

Sven Amtsberg (*1972), Schriftsteller, Verleger (Schwamm-Verlag), Literaturveranstalter (u.a. MachtClub, SchiSchiScho). Unterzeichner des Hamburger Dogmas. Literaturförderpreis Hamburg 2001. Von ihm erschien zuletzt die Kurzgeschichtensammlung „Das Mädchenbuch“ im Rowohlt-Verlag.
Melanie Reiling (*1972), seit Anfang an bei Minimal Trash Art & TRANSIT dabei. Sie liest aus ihrem noch nicht abgeschlossenen Roman.
Jürgen Noltensmeier (*1967) studierte Malerei in Hamburg und Glasgow. Er war Mitinitiator verschiedener Literaturshows, u.a. der „Liv-Ullman- Show“. „Geburtenstarke Jahrgänge“ erschien 2002 bei Kiepenheuer & Witsch. Von ihm erschien zuletzt „Tweedhosenastronaut“ im Verlag Voland & Quist.
Xochil Schütz (*1975), Performance-Poetin aus Berlin, Poetry-Shows in zahlreichen europäischen Städten, Funk und Fernsehen (u.a. ZDF-Lyriknacht).
emmy moll - Ihre Arrangements schaffen Klangwelten zum Hineinhören. Unbändige bis liebe Gitarrensounds, schaffende Drums, klangvolle Bässe und tragender Gesang geben den Songs Zeit, sich zu entfalten. Die lyrischen Songtexte beschreiben genau das, was sich nicht genau beschreiben lässt – eine Stimmung, einen leisen Gedanken, ein Gefühl eines Moments.

**Ach so, eigentlich ist es nur ein vorläufiges Finale. Denn, klar, TRANSIT macht weiter, im Herbst, an einem anderen Ort. Eine Überraschungsveranstaltung in der Zwischenzeit wird die Leere überbrücken helfen. Alle Infos zum neuen Ort und überarbeiteten Konzept findet der Geneigte im minütlich aktualisierten Live-Ticker hier auf der Webseite. Also, auf WIEDERsehen!
 
  07.02.2006
TRANSIT #26: "Heimfahrt"
Heimfahrt? Ja, wohin fahren sie denn? Ins Altenheim, Studentenheim, Obdachlosenheim, Männerheim, Asylantenheim, Landschulheim, Tierheim? Nein, am 7. Februar 2006 verwandelt sich die Schilleroper zum vorletzten Mal in ein Literatenheim für die Lesereihe TRANSIT. Alle, kommt aus euren verstreuten und versteckten Winkeln dieser großen Stadt in die Schilleroper gefahren und bestaunt die letzte "normale" TRANSIT-Lesung! (Denn im März, ... aber nein, das soll eine Überraschung werden!).
Tobias Zick stellt sein Buch "Heimatkunde" (Herder, 2005) vor: Städtehopping ist en vogue und beruflich oft unvermeidbar: Studium in Berlin, Job in München, die Liebe in Düsseldorf, Freunde in Hamburg, die hippe Szene in Köln. Und was ist Heimat? Der Journalist geht auf die Suche, wandert von Hamburg nach Eschborn, dem Ort seiner Kindheit. Von seiner Heimatsuche auf der Strecke durch die Provinz handelt "Heimatkunde".
Mareike Krügel liest aus ihrem Roman "Die Tochter meines Vaters" (Schöffling, 2005): Felizia ist Tochter eines Bestatters in Kleinulsby bei Eckernförde. Ihre Kindheit steht unter dem Zeichen der elterlichen Prinzipien: Höflichkeit, Diskretion und Unauffälligkeit. Als Erwachsene flieht sie aus Kleinulsby und verdient ihr Geld mit dem Legen von Tarotkarten. Eine Heimfahrt? Undenkbar! Oder doch nicht ...?
Katharina Schwanbecks Protagonistin lernt eine merkwürdige Person kennen, die Blumen züchtet und Dosenbier trinkt. Sie verlieben sich. Und letztendlich wird klar: Ein wirkliches Heim ist kein Gebäude, sondern nur die Liebe. Wie schön!
Und am Schluss rocken minikamoo ihren mitreißend-minimalen Gitarren-/Elektropop und zeigen, dass die Heimat der Musik die ganze Welt ist.
 
 

03.01.2006
TRANSIT #25: "anders als gedacht"
Huhu, Überraschung! Sei flexibel! Denk nicht so viel! Ach was! Denk ganz viel und freu dich über das Unerwartete! – Das Leben ist schon manchmal verwirrend. Und es kommt eigentlich immer anders als gedacht.
Sonja Polligkeit beschreibt die WG von zwei Mädchen und einem Jungen, die eigentlich nur befreundet sind, mehr läuft da nicht. Eines der Mädchen findet sich nach einem nächtlichen Absturz jedoch plötzlich als Sünderin in der WG-Küche wieder. Erlösung findet sie erst nach dem Fund eines fremden T-Shirts, dessen Herkunft ... erst am 3. Januar geklärt wird! Danach geht es gleich mit Gunter Gerlach weiter zum Flughafen von New Orleans, auf dem sich zwei Männer begegnen. Beide haben einen Grund zu verschwinden. Sie tauschen ihre Pässe, und jeder tritt die Reise des anderen an. Der Mann, der jetzt Hendrik Sieben ist, flieht aus einer Beziehung die nur den Tod bringen konnte. Doch auf der Reise durch den Süden der USA gerät er in neue gefährliche Abhängigkeiten. Bevor das zu heikel wird, nimmt Andreas Stichmann die Zuhörer mit in den Urlaub. Das wird lustig. Aber nicht, dass sich hinterher jemand beschwert, er hätte einen ganz anderen Reiseverlauf gebucht! Wer sich auf "Tsitsikama" einlässt, ist selbst schuld. Dann ist’s Zeit für Jan Deichner. Bei Jan Deichner ist immer alles anders als erwartet. Texte, Fotografien, Auftritte, Leben. Sprunghaft wie ein junges Reh. Darauf ist Verlass. Nach den Wirrungen des Lesungsteils folgt ein erholsames Zugeständnis an die Jahreszeit: der Kurzfilm „Eiszeit“ von Sonja Polligkeit und Fotos von Jan Deichner.

   

[Fotos von TRANSIT #25]
   
 
 

06.12.2005
TRANSIT #24: "Antarktis"
Wenn es draußen kalt ist und schneit, ist die Antarktis nicht weit. Nein, so unverfroren wird am 6. Dezember bei TRANSIT nicht gedichtet. Im Gegenteil, denn mit Tina Uebel, Softwareherz und den beiden Hannoveranern Mirco Buchwitz und Kersten Flenter kommen Experten frostiger Literatur in die Schilleroper. Tina Uebels neuer Roman „Horror Vacui“ spielt sogar in der Antarktis: „Der letzte und tödliche Traum vom Ende der Erde – inzwischen läßt er sich buchen, pauschal, all-inclusive, wie der Everest, wie so viele andere Extreme und Grenzerfahrungen.“ Softwareherz "zerlegt zarte Vögel in digitale Samples" und entführt uns in die Weiten des Weltalls, wo es mehr als nur kalt ist. Kersten Flenter hingegen spult mit großer Verve seine literarischen Dokumentarfilme von der B-Seite des Lebens ab. Und das ist, zum Teufel, leider keine abwegige Interpretation von „Antarktis“. Mirco Buchwitz geht mit seinem „Lieber woanders“-Programm auf eine Herbst-, Winter- & Deutschland-Tour und legt speziell am 6.12. dar, warum es in der Antarktis auch mal lustig zugehen kann. Und zwar nicht nur, wenn man den Pinguinen Fangfragen stellt. Nur unser musikalischer Gast Kajak hat Melodien mitgebracht, die uns wieder warm ums Herz werden lassen.

 
 

01.11.2005
TRANSIT #23: "Seiteneinsteiger"
Sonderveranstaltung im Rahmen von "Seiteneinsteiger – Lesefest für Kinder und Jugendliche"

Im Rahmen von „Seiteneinsteiger – Lesefest für Kinder und Jugendliche. Literaturstadt Hamburg“ richtet die Lesereihe TRANSIT einen Jugendschreibwettbewerb aus. Das Team wählt aus den eingegangenen Beiträgen die drei besten Texte aus und lädt die AutorInnen zur TRANSIT#23-Sonderveranstaltung „Seiteneinsteiger“ in die Schilleroper ein. Wo sonst etablierte Autoren und literarische Neuentdeckungen ihre Texte vorstellen, haben diesmal drei Schüler/innen die Gelegenheit, ihre Beiträge einem interessierten Publikum zu präsentieren. Neben den Nachwuchsautoren lesen Benjamin Maack aus seinem Lyrik-Band "Du bist es nicht, Coca Cola ist es" und Friederike Trudzinski, deren erste Kurzgeschichtensammlung Ende des Jahres bei Minimal Trash Art erscheint. Im Anschluss an die Lesung spielt die Band "Tricks".
Moderation diesmal von Konstanze Ehrhardt!!

 
 

04.10.2005
TRANSIT #22: "Simulanten"
Negative Simulanten nerven. Sie jammern selbstmitleidig, täuschen Krankheiten und Probleme vor und tragen nichts zum Glück der Menschheit bei. Diesen Simulanten wird sich die alles andere als negative Lesereihe TRANSIT nicht widmen.
TRANSIT konzentriert sich vielmehr auf verschrobene, liebenswerte Geschöpfe, die versuchen, durch Simulation ihr Leben zu verbessern. Positive Simulanten eben. Da ist der langweilige Mittdreißiger, der jedes Wochenende voller Jagdfieber in Staus fährt, um der Mafia das Handwerk zu legen. Nur er weiß, dass die Staus von der Mafia verursacht werden, um im stehenden Verkehr unauffällig und von der Polizei unbehelligt dunkle Geschäfte abzuwickeln. (Sonja Baum)
Da ist der arbeitslose Handwerker, der vom Arbeitsamt einen Crashkurs "Rockmusiker" aufgebrummt bekommt und fortan schicksalsergeben mit der ihm zugewiesenen Band ausschweifende Tourneen und Aftershowparties über sich ergehen lässt. Die Familie will schließlich ernährt werden. (Stefan Kalbers)
Vielleicht tritt er bei dem Festival auf, bei dem sich eine junge Frau nach der Trennung von ihrem Freund erstmals wieder als selbstbewusster Single präsentieren will - mit standhafter Lebensfreude, aber ohne jede Aussicht auf Erfolg. (Katja Schmitz-Dräger)
Ist es da nicht einfacher, sich gleich in eine Schaufensterpuppe zu verlieben und voller Vorfreude das menschliche Ebenbild aus Fleisch und Blut zu suchen...? (Frank Lähnemann)
Nach den Texten wird der Kurzfilm "Travellinckx" (Belgien) gezeigt und spätestens dann ist es Zeit für eine Verbeugung vor allen Simulanten! Und zwar zur Musik von DJ Helge.

     
 

06.09.2005
TRANSIT #21: "Das Böse"
TRANSIT feiert Geburtstag! TRANSIT wird 2 Jahre alt! Und wow, das sind ja illustre Gäste beim Geburtstagsprogramm
am 6. September!
Katrin Dorn liest die Geschichte "Pieta Akkustika", eine Variation aus dem Romanprojekt "Du bist alles", die von der Naivität des Bösen im Erotikbusiness handelt. Man könnte es auch die bösen Seiten der Liebe nennen. Aber die bösen Seiten der Liebe sind nichts gegen das Werk des Teufels, das in Stefan Boskamp einen leidenschaftlichen Protokollisten gefunden hat. Exklusiv für diese TRANSIT-Veranstaltung hat Boskamp die neuesten Teufelswerke aus europäischen Gefilden literarisch aufbereitet. Eine kubanische Variante des Bösen haben wir Matthias Politycki zu verdanken, der seinen im September bei Hoffmann & Campe erscheinenden Roman „Herr der Hörner“(!) präsentiert. Während des Vortrages wird Charly Schöppner mit seinem Trommeln die rhythmischen Abgesandten des Gehörnten beschwören. Zur Erlösung und zum Abschluss der Veranstaltung versucht Willson mit traurig-süßen Elektroliedern die sonst so gutartige Schilleroper wieder reinzuwaschen.

   

[Fotos von TRANSIT #21]
   
 
  07.06.2005
TRANSIT #20: "Im Freien"
Ort: Planten un Blomen (!) (Musikpavillon), Beginn: 20 Uhr pünktlich, Ende: 21.30 Uhr, Eintritt frei
Es lesen: Konstanze Ehrhardt, Alexander Posch, Finn-Ole Heinrich, Sven Heine und Ina Bruchlos
Das Gute an TRANSIT, der monatlichen Lesereihe, ist, dass jede Veranstaltung ein anderes Thema hat. An jedem ersten Dienstag im Monat schaffen es sorgsam ausgewählte Texte, das Motto künstlerisch zu umreißen, umzusetzen, zu missachten.
Im Juni nehmen die TRANSIT-Macher das Thema wörtlich und halten das literarische Stelldichein „Im Freien“ ab, im Musikpavillon von Planten un Blomen! Damit wird der blumenreiche Park und sein muscheliger Pavillon endlich befreit, befreit vom Geruch der Polizeiorchester, von der Steifheit der Big Bands, von der Übermacht Kuchen essender Umhertrampler. Peace. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr (pünktlich!) und findet bei jedem Wetter statt. Der Eintritt ist frei.
 
  03.05.2005
TRANSIT #19: "Aufreißen"
Aufreißen - dieses Wort ist ein brilliantes Teekesselchen und gefundenes Fressen für alle Literaten. Das gilt ganz besonders für Jörg Albrecht, Johanna Wack und die drei The Günter Grasses Annette Riestenpatt, Martin Schäfer und Andreas Udluft.
Der eine erzählt also, wie er sich durch das Aufreißen einer Verpackung zum Kauf verpflichtete, die andere berichtet von Gräben, die unbedachte Worte aufreißen können. Und nach der obligatorischen Pause einer jeden TRANSIT-Veranstaltung reißt sich der Folgende ganz gehörig den A.... auf, um das Schilleroper-Publikum vollends aus der Reserve zu locken. Denn dann – dann geht es endlich um das Teekesselchen, an das alle, wenn sie ehrlich sind, als erstes gedacht haben: Aufreißen! Frauen, Männer und alles, was dazwischen liegt. Frei nach Udo Lindenberg, der schon in den 70ern wusste: Es ist doch egal, ob du ein Junge oder Mädchen bist.
Und zum Schluss: der Oscar-gekrönte (wirklich!) Kurzfilm „Wasp“ von Andrea Arnold (UK 2003) sowie Musik vom DJ-Team Podwodnaja Lodka KSL. Wow!
 
  05.04.2005
TRANSIT #18: "Blaue Stunde"
„Blaue Stunde“ ist ein poetischer Begriff für die Zeit der Abenddämmerung zwischen Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit. In Hamburg ist die Blaue Stunde am 5. April etwa zwischen 19 und 20 Uhr. Alle TRANSIT-Gänger sind aufgerufen, in dieser Zeitspanne draußen spazieren zu gehen und die Blaue Stunde bewusst wahrzunehmen. Sie können sich inspirieren lassen, das leichte Blau und die zunehmende Dunkelheit aufsaugen, ihren Gedanken nachhängen, Erwartungen aufbauen...
Denn kurz danach widmet sich TRANSIT #18 diesem Phänomen: Verena Carl, Jochen Möller und Dirk Hülstrunk tragen ihre literarischen Interpretationen der Blauen Stunde vor. Aber keine Angst: auch diejenigen, die keinen Bock auf besinnliche Spaziergänge haben, kommen auf ihre Kosten. Weil Roger Trash, der schreibende und singende Rock-Poet aus Münster, ganz unromantisch blau mit blau verwechselt und Saufgeschichten präsentiert. Derb, einfühlsam und bitter-komisch. Somit ist für alle gesorgt!
 
  01.03.2005
TRANSIT #17: "Kurven kratzen"
„Aber hier leben, nein danke“ proklamieren Tocotronic auf ihrer neuen Single. Auch Thomas Pletzinger, Sasa Stanisic, Roberta Schneider und Johannes Finke wollten wohl nicht dort leben, wo sie geboren wurden. Aber warum haben sie die Kurve gekratzt? Sind sie Feiglinge, Genervte, Notgeplagte, Herumtreiber? Oder sind sie neugierige Entdecker, flexible Arbeitskräfte, leistungsbereite Visionäre?
Auch falls sie sich diese Frage nicht bewusst gestellt haben, haben sie doch alle Texte geschrieben, in denen das geografische, emotionale oder bewusstseinsmäßige „Kurven kratzen“ eine große Rolle spielt. Der Kurzfilm von Christoph Wermke bringt das dann noch mal auf den Punkt: "Abhauen!"
 
  01.02.2005
TRANSIT #16: "Amateure"
"Amateure – wenn ich das schon höre!", mag so manch einer denken, wenn er den Titel der 16. TRANSIT-Veranstaltung liest. Aber für Literaten sind Amateure die besseren Menschen, die liebenswerteren Geschöpfe. Über Profis, über die Besten der Besten, über Eliten will doch eh keiner mehr etwas hören. Mag schon sein, dass das Land weltmännische Macher, siegreiche Spitzensportler und Superstars braucht. TRANSIT braucht sie am ersten Februarabend nicht.
Die Geschichten von Melanie Reiling, Ansgar Hilbig, Günter Merlau und Gerrit Jöns-Anders setzen ganz anderen Menschen ein Denkmal: Dem Leichenwagenfahrer, der auch Trauerredner ist, obwohl er eigentlich Komiker werden wollte. Einem Hamburger Buttje, weil der immer noch nicht alles kann. Dem kleinen Gewichtheber, der nie gewinnt.
Und zwischendurch beweisen minikamoo mit ihrem zerbrechlich-minimalen Indiepop, dass man sich nichts beweisen muss, wenn man tolle Musik macht (www.minikamoo.de). Das wird ein Abend mit Klasse.
 
  04.01.2005
TRANSIT #15: "Hardcore"
Gleich im neuen Jahr gehts hart los: Hardcore, oder was das eben sein könnte, mit Michael Weins, Katinka Buddenkotte, Sven Heine und Carsten Klook.
Dazu einen wunderschön verstörenden Kurzfilm von Jan Deichner und - natürlich - Hardcore von und mit DJ Perikles Boskamp.
 
  07.12.2004
TRANSIT #14: "im dunkeln"
Der Dezember ist duster und dunkel. TRANSIT #14 ist schrecklich duster und atemberaubend dunkel.
Beschwingte Dunkelheit auf der Bühne der Schilleroper, mit: Stefan Boskamp, Paula Coulin, Marc Frese und Softwareherz.
Dazu Benjamin Maack mit seiner Gitarre.
Zum Abschluss knipsen die DJs Marc & Jan mit ihrer nächtlichen Musik alle Lichter aus.
 
  02.11.2004
TRANSIT #13: "mahlzeit"
Lecker Literatur serviert das TRANSIT-Koch-Team diesmal von Stevan Paul, Nils Mohl und Finn-Ole Heinrich, die ihre Buchstabensuppen exklusiv für TRANSIT neu arrangiert haben.
Zwischen den Gängen sorgen norwegische und csfrische Häppchen für Augenschmaus: Die Kurzfilme "Food" (CSFR/England 1992) und "Eating Out" (Norwegen 1993). Und die DJs Helge und Karo versorgen das Publikum mit Indietronic-Klängen.
 
  05.10.2004
TRANSIT #12: "oberflächen"
TRANSIT #12 führt die ZuhörerInnen auf weitgespannte Oberflächen und verzichtet auf vordergründigen Tiefgang. Doch so oberflächlich die Themen angerissen scheinen, so klar werden auch die Abgründe, die zwischen den Zeilen zu erkennen sind: billige Triumphe, verkümmerte Liebe, skurrile Ängste. Es lesen Jochen Möller, Ina Bruchlos, Alexander Rösler und Heiko Stratmann. Danach singt Gerrit Jöns-Anders in Begleitung von Wolfgang Proppe (Erdmöbel) und einem Schifferklavier Lieder von seiner CD „Jugendstil“. Am Ende sorgt DJ Heiko Futur mit oberflächlichem 80er Jahre Pop für den perfekten Abgang...
 
  07.09.2004
TRANSIT #11: "harte zeiten"
Nach der zweimonatigen Sommerpause melden sich der mairisch Verlag und Minimal Trash Art endlich wieder mit ihrer beliebten Lesereihe TRANSIT zurück. Da mag so manch einer denken, oh, endlich gibt es wieder lesenswerte Literatur in der unaufgeregt-entspannten TRANSIT Atmosphäre zu hören, da will ich mal hin und ein Bierchen schlürfen. Aber Obacht! Das Thema lautet dieses Mal „Harte Zeiten“ und die Texte von Anne Otto, Nico Spindler, Jens Jekewitz und Jan Deichner sind zwar im höchsten Maße unterhaltsam, eignen sich aber keinesfalls für eine literarisch-loungige-Berieselung. Mit "Johnny Ray and the X-Rays" sorgt eine der besten Hamburger Rockabilly-Bands für flotte Live-Musik und ordentliches Geschunkel zwischendurch. Und zum Abschluss legt Josef Kwasnitza polnischen Jazz der 60er und 70er Jahre auf. Und jeder weiß, dass diese Jahre nicht nur für polnische Jazzer wirklich harte Zeiten waren...
 
    

01.06.2004
TRANSIT #10: "herzrasen"
Das Symptom ‚Herzrasen’ (med. Tachykardie) ist vielen Menschen gut bekannt. Ab einer Herzschlagzahl von ca. 100 pro Minute empfindet der Mensch das Pulsieren in Brustkorb und Kopf als unangenehm. Ist das Phänomen neu oder ist es mit erhöhtem Blutdruck verbunden, wird es vom Betroffenen deutlicher empfunden und ist in der Regel mit aufkeimender (Todes-)Angst verknüpft, was dann diese Funktionsstörung noch verstärkt.“ - Wie unglücklich muss man sein, um das wunderbare Gefühl Herzrasen so zu diskreditieren! Herzrasen tritt auf beim Sport, beim Sex, auf der Autobahn, zum Kaffee und - natürlich - wenn man verliebt ist.
Um genau diese schönen Seiten geht es in den Texten von Friederike Trudzinski, Linn Schmidt, Kathrin Brunnhofer und Jan Böttcher.
Danach gibts Live-Musik von und mit Wello Rausch sowie DJ herzschrittmacher.

   

[Fotos von TRANSIT #10]
   
 
     04.05.2004
TRANSIT #9: "witz kommt raus"
An diesem Dienstag-Abend sollten alle Zuschauer in Gummistiefeln kommen, denn bei der nun-mehr 9. TRANSIT-Veranstaltung wird die Schilleroper in einem Meer aus Tränen versinken. Das scheint gewiss, falls das Publikum den gleichen Humor beweist wie die Veranstalter, die bei der Auswahl der eingegangenen Texte Tränen gelacht haben.
Es lesen Benjamin Maack, Uli Hannemann, Melanie Reiling und Roger Trash.
Danach gibts Live-Musik von und mit Roger Trash sowie das DJ-Team kristall plastique.
 
    

06.04.2004
TRANSIT #8: "familienangelegenheiten"
Was sind eigentlich Familienangelegenheiten? Wenn die Tochter in Pornos mitspielt und der Vater sie verstößt? Wenn der Großvater beim Mittagessen während des Tischgebetes pupst? Wenn der Ehemann seine Frau nur an Sonntagen mit der Geliebten betrügt? Und was kann der Stiefvater dafür, wenn der Sohn Zeit-süchtig wird und beim Familienbesuch in einen Entzug gerät? Sind Frauen ohne Mann die besseren Tanten? Hatten Ursula Schötzig, Stefan Boskamp, Birgit Utz und Jan Deichner eine glückliche Kindheit? Familienangelegenheiten sind Fragen über Fragen.
Auf welche dieser Fragen „Familienangelegenheiten“ Antworten gibt, wird nicht verraten...
Weniger bedeckt hält sich der TRANSIT-Familienrat bei den visuellen Beiträgen an diesem Dienstagabend: Jan Deichner zeigt in seiner Fotostrecke die schockierede Realität einer süddeutschen Familienfeier, während Katrin Reiling in ihrem ersten Kurzfilm „Katzenjammer“ aufdeckt, wie rote Boxhandschuhe aus einer vereinsamten alten Frau rauschhaften Lebensmut herauskitzeln können. DJ: Helge Emmaneel.

   

[Fotos von TRANSIT #8]
   
 
    

02.03.2004
TRANSIT #7: "hohe see"
Dunkle Sandstrände, stürmische Fluten und eine unheimliche Brise frischer Wind... Merkwürdige Umwelteinflüsse müssen am Werk gewesen sein, wenn derartige Texte, Bilder und Töne zum Thema „Hohe See“ dabei herauskommen: Jochen Möller tuckert mit seinem „Mare“-Text „Billige Flagge“ auf einem Öltanker durch die riskanten Fluten der Südsee, Roberta Schneider berichtet von Kriegen zwischen Amöben und Taschenkrebsen. Aber was liest Sven Heine? Der ist so geheimnisvoll wie die „Hohe See“ und lässt vor dem 02.03. nichts von seinen Abenteuern an die Oberfläche kommen... Zwischendurch projiziert Helge Emmaneel garantiert ganz unerwartete (Strand-)Bilder an die Bordwand der Schilleroper. Und zum Abschluss der literarischen Fahrt lüftet Thomas E. Martin mit sphärischen, elektronischen Klängen die Kajüte noch mal ordentlich durch. DJ: Silvia.

 
     03.02.2004
TRANSIT #6: "Verlierer"
Februar - es ist kalt in Hamburg. Während jedoch die Thermometer präzise und objektiv ihre Minusgrade ausspucken, fällt es ungleich schwerer, die soziale Kälte dieser Stadt zu ermitteln. Das aber ist von Bedeutung, denn die soziale Kälte macht aus vielen Menschen „Verlierer“.
Natürlich werden Jens Clasen, Konstanze Ehrhardt, Ansgar Hilbig und Vikki nicht alle Informationen zur Definition moderner Herzlosigkeiten liefern. Mit ihren Texten zerren sie die literarischen Aspekte in den Fokus vieler Ohrenpaare in der Schilleroper. Damit sich ihre Anregungen nicht verflüchtigen, wird "Willson" diese mit einer Drumbox, einer Gitarre und seinen englischen „Loser“-Liedern die Gehörgänge herunter in die Köpfe spülen.
Zum Abschluss DJ moritz.
 
     06.01.2004
TRANSIT #5: "Vom Phantastischen"
Bei der 5. TRANSIT-Lesung führen Robert Cohn, Stevan Paul, Sigrid Behrens und Gordon Roesnik ein Experiment durch: Was können Texte mit einem Publikum so alles anstellen? Sie werden das Publikum in phantastische Sphären hochschrauben und es dann eine Weile wundersam dort oben umherschwirren lassen, in dem Kosmos aus ihren Worten, dem Klang ihrer Stimmen und den roten Lichtern der Schilleroper. Das ist wunderbar. Aber seien wir realistisch: Man kann ein Publikum nicht ewig bezaubern und es „Vom Phantastischen“ träumen lassen. Deshalb gibt es zum Abschluss der Veranstaltung ein Ticket zurück auf den Boden der Tatsachen: Aufweckende Live-Musik von "Topdog" mit Gitarre, Bass, Gesang, Cello und Geige sowie DJ marc frese.
 
     02.12.2003
TRANSIT #4: "Die Weihnachtslesung"
Im Dezember legt sich ein Schleier aus Lichtern, Glühwein und Einkaufstüten über die Stadt und lullt sie ein. Zum Glück funktionieren die Texte der vierten TRANSIT-Lesung wie ein literarisches Gegenmittel dazu. Denn Gunter Gerlach, Hartmut Pospiech, Britta Günther und Gerrit Jöns-Anders lassen sich nicht blenden und erzählen ihre eigenen Geschichten von Weihnachten und all den glitzernden Katastrophen, die sich meist unentdeckt abspielen.
Zwischendurch und am Schluss sprenkelt der Gitarren- und Gesangskünstler Kirill „russische und andere Liebeslieder“ ein. So wird TRANSIT #4 zumindest akustisch den herkömmlichen Erwartungen an eine „Weihnachtslesung“ gerecht.

   

[Fotos von TRANSIT #4]
   
 
     04.11.2003
TRANSIT #3: "Über die Hässlichkeit"
Es lesen Charlotte Richter-Peill, Konstanze Ehrhardt, Dore Steinert, Melanie Reiling und Günter Merlau. Sie nehmen die Hässlichkeit literarisch auseinander und zeigen keine Scheu, das Fiese in schöne Worte zu kleiden. Der Kurzfilm „Allgemeines Arschgesicht“von Jan Deichner und Ralf Spiess wird ihre Auseinandersetzung mit dem, was uns schreckt, zum Abschluss visuell und hintergründig auf die Spitze treiben.
Zum Durchatmen legt DJ 24 dann Gitarrenmusik auf.

 
     07.10.2003
TRANSIT #2: "Die Mörder-Lesung"
Es lesen Benjamin Maack, Gordon Roesnik, Birgit Utz, Roberta Schneider und Stefan Boskamp ihre Texte von Mord, Totschlag und anderen Abgründen des Lebens. Jan Deichner und Ralf Spiess zeigen Fotoprojektionen, von Simon Ellis ist der englische Kurzfilm "What about the bodies" zu sehen. Anschließend legt Gunter Adler (Stora/Staubgold) unheimliche Musik auf.
 
     02.09.2003
TRANSIT #1: "weit weg"
Es lesen Friederike Trudzinski, Jan Billhardt, Peter Reichenbach, Jens Jekewitz und Daniel Beskos ihre Texte von fernen Ländern und vom Unterwegssein. Blanka Stolz zeigt Fotoprojektionen, Christian Striboll seinen Beitrag zum diesjährigen Hamburger Kurzfilmfestival, den Kurzfilm "Habibi".
Anschließend legt DJ Dalibor Musik von sehr weit weg auf. Moderiert wird die TRANSIT-Premiere von Melanie Reiling.